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Geschichtenwettbewerb




Wer hat die bessere Geschichte?

Burg Greifenstein von Steinadler ist am besten!
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Ich finde "Anni Alus - Pharaonin" besser.
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Geschichtenwettbewerb

Beitragvon Schneeleopard » Di 20. Mai 2008, 10:39

So, hier ein kleiner Wettbewerb im Geschichtenschreiben. Wer teilnehmen will muss einfach nur seine seiner Meinung nach Beste Geschichte reinstellen. Selbstverständlich nehme ich auch teil, aber meine Geschichte ist noch nicht fertig. Viel Spaß! icon_cheers

Edit:
Hier als Vorgeschmack schon mal das erste Kapitel:

Die Vergangenheit der Familie Alus – Anni Alus, Pharaonin

Kapitel 1

Anni lehnte sich an die dicke Schiffswand. Sie war gerade auf dem Weg nach Rom, um Julius Cäsar zu Besuchen und einiges klar zu machen. Warum? Ihre Sklavin Kleopatra hatte von ihrem Geld und ihrer Kleidung gestohlen, und war nach Rom geflohen, um Unterstützung bei Cäsar zu finden, was ihr, soweit Anni wusste, gut gelungen war. Anni machte diese Geschichte mächtig sauer. Wenn sie zurück in Ägypten waren, würde Anni Kleopatra zum Pyramidenbau schicken. Sich einfach als Pharaonin auszugeben. Diese untreue Sklavin konnte froh sein, dass Anni sie nicht den Löwen vorwarf.
Plötzlich wurde Anni aus ihren Gedanken gerissen. „Land in Sicht“, schrie einer ihrer Sklaven. Anni richtete sich auf, wurde aber gleich wieder zu Boden gezehrt. Diese Pharaonentracht. Seit Anna, Antonia, Anne und Julia ihr zur Macht verholfen hatten, hatte sie immer noch nicht gelernt darin zu laufen. Und das war immerhin schon fünf Jahre her. Was die Vier wohl gerade machten? Aber Anni merkte, dass sie schon wieder drohte in Gedanken zu versinken, startete sie einen neuen Versuch aufzustehen. Es ging schwer, aber es klappte. Und tatsächlich! Roms Hafen lag fast direkt vor ihnen. Niemand war auf dem sonst so belebten Platz zu sehen. Kein Wunder, es war ja auch Nacht. Lediglich ein paar Ratten huschten von der einen Stelle zur anderen. Bei ihrem Anblick zog Anni angeekelt ein Grimasse. Mit dem Wundermittel, dass ihre Nachfahrinnen ihr zum Abschied geschenkt hatten, gab es in ihrer Stadt schon lange keine Ratten mehr. Aber niemals würde Anni einer anderen Stadt auch nur eines ihrer vielen Wundermittel schenken und erst recht nicht den Römern, diesen miesen Verrätern! Einmal hatte Anni ihnen für einen Monat ihren besten Heiler überlassen und die Römer hatten nichts besseres zu tun, als ihn als er seinen Dienst getan hatte, als Gladiator in die Arena zu schicken. Er war bei schon bei dem ersten Kampf umgekommen. Seitdem hasste Anni die Römer, nur diese wussten nichts davon.
Fünf Minuten später legte das Schiff am Hafen an. Anni wählte ein paar Männer auf, die sie zu ihrem Schutz begleiten sollten. Der Rest blieb bei dem Schiff.
Anni und ihre Leibwächter spazierten durch die schlafende Stadt. Sie überlegte ob sie mit ihren Streichhölzern nicht zur Rache eines der Häuser anzünden sollte, aber sie entschied sich dagegen. Die Dinger waren ihr dafür viel zu kostbar. Jetzt kamen sie zum Magistrat. In Cäsars Büro waren noch die Kerzen an. Kerzen! Pah! Und die Römer nannten sich zivilisiert. Seit Annas, Antonias, Annes und Julias Besuch hatten sie in Ägypten die zur Zeit hochmodernen Öllampen. In Wirklichkeit waren sie doch das beste Volk. Entschlossen stieß Anni die Tür auf und schaute in den schwach beleuchteten Gang. Sie wandte sich an ihre Wachen. „Welche Tür führt zu Cäsars Büro?“ - „Die zweite rechts.“ - „Ok, ihr zwei kommt mit mir, und ihr bewacht anderen Türen. Ich will kein Risiko eingehen.“ Schweigend befolgten Annis Sklaven die Anweisungen. Diese ging zu der besagten Tür, und riss diese schwungvoll auf. Jetzt sah sie Cäsar und Kleopatra. Sie hatte sie beim Essen erwischt. Entsetzt starrten die Beiden Anni an. Diese schrie: „So Kleopatra, jetzt wird abgerechnet!“

Kapitel 2

Kleopatra hatte sich ziemlich schnell wieder gefasst. Wenn jetzt aufflog, dass sie in Wirklichkeit nur Sklavin war, war sie verloren. Also schrie sie zurück: „WER HAT DIR ERLAUBT DEINEN POSTEN ZU VERLASSEN, SKLAVIN? WAS MACHST DU HIER? KANN MAN SICH DEN NICHTMEHR AUF EUCH VERLASSEN!“ Einer von Annis Leibwächtern mischte sich ein: „Halt die Klappe, Kleopatra. Selbst Cäsar merkt, dass du lügst.“ Doch dieser entgegnete: „Ach wirklich? Kleopatra würde mich nie anlügen, das weiß ich. Deshalb: WACHEN! FÜHRT DIESE VERRÄTER AB!“ Auf einmal packte jemand Anni von hinten. „Sofort aufhören! So behandelt man keine Pharaonin!“ Doch ihre lebhaften Proteste nützten nichts. Cäsar befahl: „Schmeißt sie einfach in irgendeine Zelle, die noch frei ist. Ich werde mir überlegen, was wir mit dieser Bande von Verschwörern machen.“ Anni wurde weggeschleift. Sie leistete Widerstand, doch alle ihre Versuche brachten nichts. Wütend schaute sie Kleopatra an, doch diese grinste nur schadenfroh. Anni dachte: „Verräterin! Wenn ich jemals wieder an die Macht komme, werde ich euch umbringen. Alle Beide! Und wenn es das Letzte ist was ich tue!“ Doch das musste erstmal warten. Erst musste sie wissen, was sie erwartete. Vielleicht kamen die Beiden ja auch so um, denn es war Winter und sehr kalt. Sicher waren schon sehr viele krank und sie konnten sich gut anstecken. Aber wichtiger war jetzt, dass sie selber durchkam. Cäsars Wachen zehrten sie die Treppe runter, je weiter unter der Erde sie waren umso kälter wurde es. Irgendwann meinten die Wachen, sie wären an der richtigen Stelle angekommen. Es war mittlerweile so kalt, dass nicht mal Annis dicke Kleidung wärmte. Sie schmissen Anni und ihre Sklaven in eine enge Zelle. Einer sagte mit einem hämischen Grinsen: „Also dann bis morgen, oder vielleicht bis nie.“ Warum sagte er das? Anni fand auf diese Frage eine einfache Antwort. Es war ungewiss ob sie hier überhaupt irgendwann rauskommen würden.

Am nächsten Tag bekamen sie Besuch von einem Senator. Anni konnte es kaum ertragen sein hochnäsiges Gesicht zu sehen. Angewidert schaute sie weg. Der Senator räusperte sich und begann zu sprechen: „Cäsar hat sich angemessene Strafen für euch ausgedacht. Ihr fünf...“ Er zeigte auf Annis Leibwächter. „...werdet als Sklaven verkauft. Und du wirst als Gladiatorin in dem Kolosseum auftreten. Anni meinte: „Aber das geht nicht. Es gab doch noch nie einen weiblichen Gladiator!“ - „Na und, dann bist du eben die erste und außerdem dulden wir keinen Widerspruch! Mitkommen!“ Still folgten sie ihm nach draußen. Zwei streng blickende Männer erwarteten sie. Der Senator wandte sich an den ersten: „So, hier wie versprochen deine Sklaven. Das Geld bitte.“ Der Sklavenhändler drückte ihm widerwillig, aber erfreut über die neuen Sklaven, eine Goldmünze in die Hand. Jetzt schaute der Senator zu dem zweiten Mann. „Hier wie versprochen unsere „Pharaonin“.“ Der Mann schien sehr froh über seine neue Attraktion zu sein. Schließlich bekam man nicht alle Tage eine Sklavin zu Gesicht, die ihre Herrin stürzen wollte. Er zehrte Anni mit sich, und sie drehte sich um, um ihren Sklaven noch ein letztes mal hinterher zu schauen, doch sie waren schon weg. Er sagte zu Anni: „Für dich habe ich schon einen schönen Gegner.“ Er lachte verschwörerisch und stieß Anni durch eine der vielen Türen. Sie kamen in einen breiten Gang und Anni sah einige Treppen, die wohl zu den Sitzplätzen führten. Doch bald sah sie auch eine die nach unten führte, aber diese war abgesperrt worden. Annis „Besitzer“ zog einen kleinen Schlüssel hervor und schloss auf. „Runter da!“ Brutal schubste er Anni die steinige Treppe runter. Dadurch stolperte Anni, rollte die Treppe runter und knallte unten angekommen mit dem Kopf auf den harten Boden. Ihr Käufer grinste nur, und Anni rieb sich den Kopf. Es tat zwar weh, aber sie hatte Glück gehabt, und trug keine ernsthafte Verletzung davon. Dann stieß er sie in die wahrscheinlich engste Zelle, die er zu bieten. Traurig setzte Anni sich in eine Ecke. Bald stieg ihr ein unangenehmer Geruch in die Nase. Wurden diese Käfige den nie sauber gemacht. Es stank zum Himmel, nach Kot und ähnlichem. Anni hielt sich ein Tuch vor die Nase um die Luft wenigstens ein bisschen zu filtern. Aber trotz allem stank es immer noch fürchterlich. Sie wusste nicht wie lange sie das noch aushalten würde.

Am nächsten Tag kam ein Sklave zu ihr. Er verkündete: „Du wirst heute Nachmittag gegen Brutus Brutalus antreten. Viele Zuschauer werden zusehen. Wir wollen sie nicht enttäuschen, also streng dich gefälligst ein bisschen an!“ Dann ging er wieder. Von Brutus Brutalus hatte sie schon gehört. Auch wenn sie alles was mit Römern zu tun hatte grundsätzlich mied, wusste sie das er einer der besten Gladiatoren im ganzen römischen Reich war. Wenn sie den Kampf mit im überleben wollte, müsste sie eine ganze Portion Glück haben.

Nur wenige Stunden später wurde Anni ihre Ausrüstung gebracht. Sie musste sich beeilen, denn das Publikum war schon eingelassen. Eilig zog sie sich um. Es kam ihr so vor, als hätte man sie absichtlich ungerecht ausgestattet. Zerbrechlich sah ihr Schutz aus, wenn man es so nennen konnte und ihr Schwert war auch nicht gerade das jüngste. Wütend machte sie sich auf den Weg zum Tor. „Da bist du ja endlich! Musstest du so lange brauchen?“, schnaubte sie ein großer und kräftig gebauter Man an. Er gab durch ein kleines Fenster ein Zeichen, dass Anni da war. Eine laute Stimme ertönte: „Da unsere zweite Gladiatorin jetzt endlich da ist kann unser besonderes Spiel jetzt beginnen. Einen großen Applaus bitte für Brutus Brutalus!“ Das Tor auf der anderen Seite ging auf und ihr Gegner marschierte, begleitet von einem tosendem Applaus, das Kolosseum. Die Zeit bis auch Anni eingelassen wurde, schien ewig zu sein. Wahrscheinlich machte er noch eine Runde durch das Publikum. Als beide drinnen war, wurde der Kampf eröffnet.

~Fortsetzung folgt~
Zuletzt geändert von Steinadler am Fr 29. Aug 2008, 19:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Ich erlaube mir mal, eine Umfrage draus zu machen!
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von Anzeige » Di 20. Mai 2008, 10:39

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Re: Geschichtenwettbewerb

Beitragvon Steinadler » Mo 26. Mai 2008, 17:09

Ich nehme auch teil.
Die Geschichte nenne ich glaub ich "Caius et Julia"; auch, wenns nicht sehr kreativ klingt. Ist aber noch nicht ganz fertig.


1. Kapitel

Caius schrak aus dem Schlaf; er hatte geträumt, dass sein Lehrer wütend auf ihn eingeprügelt hatte und seine Schwester Julia hatte nur rumgestanden und mit den anderen Kindern der Klasse gelacht. Sie hatte gesagt: „Du bist schon selber Schuld, wenn du deine Wachstafel nicht regengeschützt gehalten hast!“ Durch sein Keuchen wurde auch Julia neben ihm wach. Sie knurrte: „Musst du mich wecken? Ich hab geträumt, dass Papa Antonius Konsul geworden ist!“ Ihr Zwillingsbruder seufzte. „Daraus wird leider nichts, er ist Bauer und wir sind alle Plebejer! Wir hatten bis jetzt Glück, dass Caesar Papa nicht als Soldat rangeholt hat! Er braucht doch ständig welche, weil jeden Tag tausende umkommen – wie viel auch immer das sein mag. Ich hoffe, Caesar wird bald umgebracht! Er ist einfach grausam! Ich will nicht wissen, was sein Adoptivsohn Augustus alles mit dem Volk anstellt! Wahrscheinlich wird er uns alle versklaven und frei sind nur noch die Patrizier!“ Julia zuckte gedankenverloren die Schultern, raffte sich auf und schlüpfte gemächlich in ihr zerlumptes Kleid. Auch Caius erhob sich aus seinem Strohhaufen und zog sich seine kurzen Klamotten an. Langsam trotteten sie aus der winzigen Kammer in die ihrer Eltern. Antonius war nicht da. Nur Lydia schlief noch. „Merkwürdig, dass Mama noch schläft! Sie steht doch meistens schon sehr früh auf; früher als Papa!“, stellte Julia fest. Caius zuckte nur die Schultern. „Macht sie doch seit neuem alle paar Tage! Aber lass sie, wenn sie wach wird, meckert sie nur!“ - „Ja, da hast du ausnahmsweise mal recht! Leider ist es so!“ Die Zwillinge mit wenigen Ähnlichkeiten gingen in den letzten Raum.
Das kleine Zimmer war nur ärmlich mit einem Kamin, ein paar Tonkrügen und Vorräten eingerichtet. Außerdem befand sich in einer Ecke eine kleine Küche. Auf dem Boden lagen ein Laib Brot und ein Krug Wasser aus dem Tiber. Allerdings war das Wasser nie sehr klar. Caius stopfte sich hungrig eine Scheibe in den Mund, Julia trank einen Schluck, dann wechselten sie sich ab. Eine Weile später kam Antonius durch die Haustür. Er gesellte sich zu seinen Kindern. „Guten Morgen, ihr beiden!“ – „Morgen, Papa!“, grüßten die beiden Kinder automatisch und fielen ihrem Vater um den Hals. Antonius setzte sich. „Macht euch auf etwas Schlimmes gefasst. Würdet ihr es überhaupt verkraften? Ich weiß nicht, ob ich es wirklich erzählen soll…“ – „Was denn?“ Julia brannte auf die Antwort. „Ja, genau, was denn, Papa?“ – „Also gut. Ihr seid immerhin schon zwölf Jahre!“ Er holte tief Luft. „Julius Caesar kennt ihr ja. Ihr wisst sicher, dass er immer wieder neue Soldaten für die gallischen Kriege braucht. Dazu holt er sich Plebejer ran, da jeden Tag viele Leute auf den Schlachtfeldern sterben! Zuerst kommen die ärmsten Bauern und Leute, die keine Arbeit haben. Unter anderem hat er sich auch schon unseren Nachbarn geholt. Im unteren Gallien braucht er die Soldaten am dringendsten. Unter anderem sind auch wir Plebejer. Und ich bin ein armer Bauer. Aber ihr habt ja noch eine Mutter, also kann es sein, dass ich als nächstes drankomme. Oh, guten Morgen, Lydia, Schatz!“ Lydia schlurfte herein. Sie sagte nichts, sondern setzte sich nur und verschlang eine Scheibe Brot. Plötzlich klopfte es stürmisch. „Aufmachen, Polizei!“, drang es durch die alte Holztür. Antonius öffnete hastig. Mehrere Soldaten standen vor der Tür. „Du bist doch sicher Antonius Marcus Aurelius Tacchus, oder?“ – „Ja!“ – „Gut, dann pack schnell deine Sachen, verabschiede dich von deiner Familie und komm! Du wirst im unteren Gallien als Soldat benötigt!“ Antonius ging niedergeschlagen in die kleine Schlafkammer und kam bald mit einem Bündel wieder. Lydia überreichte ihm Wasser und Brot, drückte ihm einen dicken Kuss auf die Wange und weinte. Antonius umarmte sie und seine Kinder. „Auf wieder sehen!“, verabschiedete er sich. „Wenn wir uns denn überhaupt wieder sehen werden!“ Traurig drehte er sich um, warf einen hastigen Blick auf seine Schützlinge und folgte dem Trupp Soldaten und Plebejern.

2. Kapitel

Es dauerte Tage, bis Lydia sich endlich wieder aus ihrer Kammer wagte. Sie hatte ein verweintes Gesicht und atmete schwer. Wahrscheinlich war sie sich sicher, dass sie ihren Mann erst im Himmel wieder sehen würde. Da waren sich auch ihre Kinder sicher. Caius flüsterte ihr beruhigend zu: „Wir werden uns schon um dich kümmern! Wir beschützen dich!“ Julia fügte hinzu: „Und unser Patron kommt auch alle paar Tage, um sich um dich zu kümmern! Wir haben ihn extra gefragt!“

Am nächsten Tag stand Lydia nicht mehr auf. Sie ließ sich nicht aufwecken. Als der Patron zum Vorbeischauen kam, ließ er gleich einen Arzt rufen. „Die gute Lydia ist einfach geschockt und hat Fieber. Nur mit sehr viel Glück überlebt die nette Frau das! Kinder, kommt mal mit, ich muss euch was sagen!“ Caius und Julia gehorchten dem Arzt und folgten ihm in ihr Zimmer. „Auch, wenn das auch ihr nicht so toll finden werdet: Nur eine Person kann von den Getreidespenden Caesars leben! Also Lydia. Und sie braucht viel zum Essen, sehr viel! Sie kann allerdings nicht arbeiten und sein Feld bringt so wenig ein, dass ihr das vergessen könnt! Verkauft es, gebt das Geld eurer Mutter und macht euch auf die Suche nach eurem Vater! Ich kann euch leider nicht helfen, die Arbeit hat in dieser hektischen Stadt doch eh immer Vorrang! Aber ich kann euch sagen, dass er nach Untergallien gebracht wird und da gibt es nur zwei Städte, die Widerstand leisten. Ich kann euch die Namen zwar nicht nennen, aber ich sage euch: Sucht ihn, ihr braucht euren Vater! Nur er kann für Geld sorgen! In einem Jahr könnt ihr ihm wahrscheinlich schon bei der Arbeit helfen. Wenn er tatsächlich mit euch wiederkommt, kann er zum gegenüberliegenden Schmied gehen, der braucht immer Assistenten! Und gut bezahlen tut er auch! Also, viel Glück!“ Er ging wieder zu Lydia und ließ sie langsam etwas trinken. „Gut, dass wir mit unserem Patron befreundet sind!“, meinte Julia. Caius nickte. „Sein Arzt ist der freundlichste und netteste Mann neben unserem Patron, den ich kenne!“, versicherte er. „Am besten brechen wir gleich jetzt auf! Wir sollten Mama nur Bescheid sagen!“ Julia nahm Lydias Hand und flüsterte: „Wir gehen nach Gallien und suchen nach Papa. Der Arzt hat uns das geraten. Schick demnächst jemanden, er soll Papas Feld verkaufen. Das Geld kriegst du. Er kann, wenn er das alles überlebt, als Assistent beim Schmied drüben arbeiten. Auf, dass du das überlebst, Mama!“ Sie umarmte Lydia, Caius auch. Die Mutter flüsterte: „Und ich hoffe, dass auch ihr überlebt! Wenn ihr Antonius seht, sagt ihm, dass es erträglich ist. Es ist nur Fieber. Und der Schock!“ Sie schlug die Augen zu und schlief ein. Caius kramte unter seinem Strohhaufen eine Schachtel aus Holz hervor. „Habe ich selbst geschnitzt!“, sagte er stolz. „Da sind meine ganzen Ersparnisse drin, die wir vielleicht gebrauchen können. Naja, eigentlich ist es nur geschenktes Geld von Papa, vom Patron und sonst ist es zum größten Teil nur gefunden. Du hast doch sicher auch was, oder?“ Julia griff unter ihren Strohberg und zog ein paar Sesterzen über den Boden. „Das ist alles! Du kannst gerne nachschauen; da ist nichts!“ Caius winkte ab. „So, jetzt brauchen wir noch Proviant und dann kann´s losgehen!“, versuchte Julia ihren Bruder zum Aufbruch zu überzeugen.
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Re: Geschichtenwettbewerb

Beitragvon Sandkatze » Sa 7. Jun 2008, 14:12

Ich habe leider keine ZEit um so lange Geschichten zu schreiben. Aber ich glaube, ich weiß schon für wen ich abstimmen werde (wenn ich abstimme)...
MfG
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Re: Geschichtenwettbewerb

Beitragvon Schneeleopard » Sa 7. Jun 2008, 15:05

Und für wenn wirst du stimmen???
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Re: Geschichtenwettbewerb

Beitragvon Amurleopard » Sa 2. Aug 2008, 13:18

Wollt ihr die Umfrage nicht langsam mal eröffnen? Das Tema ist doch schon sooooooooo lange offen. Ich glaube nicht, dass noch jemand mitmachen wird.
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Re: Geschichtenwettbewerb

Beitragvon Steinadler » Do 28. Aug 2008, 21:50

Ich nehme doch mit "Burg Greifenstein" teil. Die Geschichte könnt ihr hier lesen:
http://ge-schichten.de.tl/BG-Kapitel-1.htm/
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