Hier der Rest:
Wir werden uns Taucherausrüstung besorgen und dort Haie fotografieren. Genauer den weisen Hai. Gut, steigen wir in den Privatjet! Wir haben uns die zwei Abteile gemietet. Jedes Team bekommt eines. Worauf wartet ihr noch? PACKT ENDLICH EURE SACHEN!“
Währenddessen wachte Anne auf. Sie sah sich um und schloss aus den akzeptabel bequemen Sitzen, dass sie sich in einem Bus befand. Aber das konnte doch nicht sein! War sie jetzt tot oder nicht? Aber eigentlich ging es ihr

ganz

. Sie musste tot sein! So plötzlich konnte sie doch gar nicht geheilt sein! Oder doch? Nein, das war unmöglich! Sie war gespannt, wie es wohl in der Totenwelt aussehen würde. Enttäuscht öffnete sie die Augen. Sie war in einer Art U-Bahn. Sie hörte eine Frau aus einem Lautsprecher sagen: „Willkommen in der Totenwelt! Ich begrüße sie herzlich. Die erste und letzte Haltestelle ist wie immer das Totengericht! Gute Reise wünsche ich.“ Sie sah ein anderes altes Paar, das sich miteinander unterhielt. Sie sah aus dem gelbbraunen Fenster, das Bernsteinfarbe hatte. Es fühlte sich auch so an. Sie stützte sich von ihrer Lehne ab und beherbergte ihren Ellenbogen auf einem Knopf auf der Fensterbank. Anne sagte: „Upps!“ Sie sah, wie eine glasklare Scheibe die alte Bernsteinscheibe von oben weg schob. Sie betrachtete staunend die Umgebung von draußen. Es sah viel schöner aus, als sie dachte: Überall prachtvolle Bäume, prachtvolle Tiere und schöne Blumen, saftiges, grünes Gras. Sie sah eine weiße Gestalt auf einem Feld rackern. Sie blickte kurz auf, als der Zug an ihr vorbeirauschte. Dann wandte sie sich wieder ihrer Arbeit zu, denn eine schwarz gekleidete Gestalt mit einer Peitsche schritt auf sie zu. Anne bemitleidete die Frau. Aus dem Lautsprecher ertönte wieder die zärtliche Stimme: „Wir durchfahren gerade den Himmel. Wenn sie in die Hölle kommen, werden sie diesen Anblick nur einmal genießen können. Jetzt sind wir in einem Tunnel. Wir erreichen jetzt die Hölle!“ Um Anne wurde alles schwarz. Lichter flackerten auf und sie sah eine Wand aus Ziegelsteinen. Jetzt kniff sie die Augen zusammen, da es feuerrot wurde. Sie sah lauter Lava, die überall gluckernd entlang sickerte. Sie sah den Teufel, der genau so dargestellt wurde, wie sie ihn kannte. Rot, Teufelshörner und all der Schnickschnack eben. Er trug ein schwarzes Gewand mit schwarzem Umhang. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie einen grün schimmernden Umhang trug. Auf ihr rotes Hemd war folgender Schriftzug genäht worden:
Anne Alus
Sie bemerkte außerdem, dass der Teufel auf einer Felsklippe stand. Um ihn standen lauter Käfige, durch die die Lava floss. Er

te schallend. Doch diese Käfige waren nicht leer: Kreischende Leute waren in ihnen. Sie bemitleidete diese mehr als die Frau aus dem Himmel. Obwohl sie das bei einer nicht tat: Sie erkannte Frau Krummstock! Sie

ste hämisch. Anne konnte diese schrillen, leidvollen Stimmen nicht mehr ertragen. Deswegen hielt sie sich die Ohren zu und schaute auf den Boden. Sie trug eine blaue Hose und die Schuhe, die sie zuletzt anhatte. Anne starrte zu dem Pärchen, das sie anlächelte. Sie sah, wie die beiden immer jünger zu werden schienen. Sie merkte, wie auch sie schrumpfte. Sie sah aus wie in ihrer Kindheit! „Bitte keine Panik! Wir fahren durch das Jünger-Tor. Es verjüngt alle auf das Alter von etwa elf Jahre.“ Anne staunte. Sie wusste gar nicht mehr, dass sie kurzzeitig eine Brille getragen hatte, als sie 14 Jahre alt war. Die Brille verschwand und sie schrumpfte noch weiter. Sie spürte etwas in ihrer Tasche. Sie zog es aus dem Umhang und sah auf ein Büchlein, auf dem geschrieben stand: ANNE ALUS – AUSWEIS FÜR DEN HIMMEL - ANMERKUNG: Nicht möglich zu öffnen, wenn nicht die Gerichtsverhandlung abgeschlossen ist. Sie versuchte den Deckel aufzukriegen, doch sie

fte es nicht. Sie steckte das Buch mit moosgrünem Einband in ihre Tasche zurück und ertastete einen Beutel, in dem Geld zu klimpern schien. Sie zog das Ledersäckchen ebenfalls heraus und betrachtete es. Anne öffnete den Beutel und zog einige Münzen hervor. Auf ihnen war eingraviert: 1H€. Sie betrachtete es noch eine Weile, dann

fte sie alles in den Beutel zurück. Neugierig tastete sie ihre Taschen ab, wobei sie allerdings nichts mehr fand. Anne schaute wieder aus dem Fenster. Der Zug hielt in einer Höhle, die aus bräunlichen Felsen bestand. Ein Altar stand einsam mit ein paar Bänken herum. Hinter diesem Altar stand ein Engel. Die Frauenstimme sagte: „Viel Glück bei ihrer Verurteilung!“ Die Tür glitt auf und ein Fließband entfaltete sich. Mutig trat sie darauf. Dieses surrte und startete. Es hielt an und sie stieg ab. Sie stand vor dem Altar. Das alte Paar – mittlerweile nicht mehr zu erkennen – kam auch angewackelt. Sie trugen dieselben Kleider wie sie. Der Engel hatte einen schwarzen Umhang. Er sprach: „Herzlich willkommen im Himmel. Gut, ihr drei, wir werden mit der da hinten beginnen! Aha, du heißt also Janiane Lutz. Gut, ich

e mit jetzt Stichpunkte aus deinem Leben durch. Wenn du

warst, wirst du auch einen

en Rang bekommen. Dann

e ich mal.“ Er schnipste und ein Buch tauchte aus dem Nichts auf. Er schlug es auf. Er murmelte: „Hm, schon mal keine Hölle, kein Sklave, kein Bauer, Händler oder Soldat. Ich glaube, ich weiß es.“ Laut verkündete er: „Du wirst Bürgerin! Mit deinem Mann zusammen in Asien. Hier habt ihr einen Katalog, wie alles funktioniert.“ Er überreichte ihnen einen kleinen Prospekt und begann. „Ah, Anne Alus. Von dir habe ich schon viel gehört.“ Anne sah, wie das Paar aus der Höhle ging, direkt auf einen Fahrstuhl zu. „Du bist an dem Biss einer Kobra und dem Gift deiner Feindin gestorben, ist das richtig?“ Der Mann schaute sie durch seine Brille an. Anne nickte zittrig. „Setz dich doch! Du bist sicher müde! Ich brauche nämlich einige Zeit, deine Einträge durchzulesen!“ Er schnipste wieder. Ein dicker Schinken eines Buches tauchte auf. Der Mann hob den Umschlag an und ächzte. „Ich

f es nicht! Hilf mir bitte kurz!“ Anne stand wieder auf und eilte dem Engel zu Hilfe. Sie keuchte auch. Gemeinsam

ften sie es schließlich. „Danke, ich werde auch gleich einen weiteren

en Eintrag machen!“ Er schnipste wieder und ein prachtvolles Sofa mit rotem Samt, etlichen Kissen und ein paar Sklaven mit Palmenwedeln in der Hand tauchte auf. Er bat: „Setz dich doch! Ich habe nämlich bis jetzt schon tausend von zwölftausend Seiten nur positives gelesen! Ich schätze mal, nur höchstens hundert Seiten sind negativ!“ Anne ließ sich auf das Sofa fallen. Kurzzeitig schloss sie die Augen, doch sie öffnete sie wieder, da der Engel wohl fertig gelesen hatte. Seine Augen wanderten blitzschnell über das Blatt, wobei die Seiten an seiner Nase vorbeiflatterten. Irgendwann klappte der Deckel zu. Er schlug ihn stöhnend auf und kritzelte etwas – wahrscheinlich ihren zukünftigen Rang in das Buch. Er runzelte staunend die Stirn. „Oh, das hatten wir schon lange nicht mehr, aber du bekommst den höchsten Rang! Halt dich fest! Du wirst Königin!“ Anne klammerte sich an ihre Lehne. Sie riss den Mund auf. Er schnipste erneut und das Buch verschwand. Er bat Anne: „Jetzt musst du dir nur noch einen Kontinent aussuchen! Europa, Afrika, Nord- und Mittelamerika, Australien, Nordpol oder Südpol. Asien ist schon besetzt.“ Anne zitterte vor Aufregung. Sie entschied sich: „Eu... Europa.“ Der Mann überreichte ihr einen schwarzen Umhang. „Schwarz ist bei uns das Zeichen der Macht. Vergiss aber nicht, deinen Ausweis und das Geld umziehen zu lassen!“ Anne nahm ihren Umhang ab und knöpfte sich den schwarzen an. „Ach

, im Himmel wird nur geduzt! Und je dunkler die Umhangsfarbe desto höher der Rang. Die Rangliste mit der passenden Umhangsfarbe findest du im ähem,

, Katalog.“ Er überreichte ihr ein fettes Buch, welches bestimmt 2000 Seiten beinhaltete. Keuchend nahm Anne das Buch entgegen und marschierte zum Fahrstuhl. Die Tür schloss sich hinter ihr. Der Fahrstuhl glich ganz einem normalen von der Erde. Die Aufschriftentafel sah so aus:
Anne drückte den vierten Knopf und schaute sich noch einmal um. Sie war alleine. Wenige Minuten später ertönte eine Stimme. „Wir erreichen jetzt den Ausgang zu Asien, Afrika und Nord- sowie Mittelamerika. Bitte steige zügig aus oder ein, eine Minute Aufenthalt.“ Anne wartete. Die Tür schloss sich. „Wir erreichen jetzt den Ausgang zu Australien, Europa, Südamerika, Nordpol und Südpol. Bitte steige zügig aus oder ein, eine Minute Aufenthalt.“ Anne ging hinaus. Es gab einen weiteren Fahrstuhl. Diesen betrat sie. Sie drückte auf „Europa“ und wartete. Die Tür schloss sich. Eine Kamera kam mit surrendem Geräusch aus der Decke. „Person

. Deinen Ausweis bitte!“ Es klang wie eine Roboterstimme. Anne gehorchte und kramte ihren Ausweis aus der Tasche. „In die Öffnung vor dir legen. Dann zurücktreten, der Laser kann dich auslöschen!“ Anne gehorchte und sah zu, wie rote Laser über ihren Ausweis huschten. Sie blätterten immer wieder eine Seite um. Dann ging das rote Licht aus und spuckte den Ausweis aus, direkt in Annes Hände. Sie fing ihn auf,

fte ihn zurück und lauschte der Roboterstimme erneut: „Europakönigin! Wohin transportieren?“ – „Ähm, zu meinem Palast!“ Der Fahrstuhl bewegte sich. Er sah wie der von vorhin aus. Doch plötzlich wurden die Wände immer heller, es schien, als ob Sonnenstrahlen durchdringen würden. Langsam konnte Anne die Umrisse eines Palastes erkennen, es wurde immer deutlicher, bis schließlich alles Farbe annahm und der Fahrstuhl komplett verschwunden war. Sie hörte noch einmal die Roboterstimme: „ Europa, Palast.“
Anne brachte vor Staunen kein Wort heraus. Die schönsten Statuen, mächtige Springbrunnen mit wechselnder Wasserfarbe und eine prächtige Tier- und Pflanzenwelt erstreckten sich vor ihr. Bevor sie in den Palast ging, besichtigte sie ihr Reich. Es war wunderschön, alles wie im Paradies. Im Schloss probierte sie sofort ihr Bett aus. Es war so weich, dass sie für immer hätte liegen bleiben können. Überall liefen Sklaven mit weißen Umhängen herum und verneigten sich, wenn sie kam. Genauer gesagt waren auch Bürger mit orangeroten Umhängen dabei. Ihr Palast war zu schön, um ihn vor Anbruch des nächsten Morgens zu verlassen, doch sie wollte lieber die Asienkönigin besuchen gehen.
„Marie! Wie kommst du denn hierher?“ – „Es war in der zwölften Klasse. Wir machten einen Ausflug zum Spacecenter. Wir durften

zusammen eine Rakete anmalen. Ich glaube, du erinnerst dich. Ich stand auf dem Gerüst. Mein Gurt war allerdings der älteste und sah dementsprechend auch aus. Dann habe ich mich sehr weit über das Geländer des Gerüsts gelehnt, weil ich zu einer Freundin geguckt habe. Nur leider hat mich aus Versehen jemand angestoßen. Da bin ich vornüber gefallen. Der Gurt hielt aber nicht und ich bin runtergefallen. Zwölf Meter waren zu viel für mich. Ich war zwar nicht gleich tot, aber eine Stunde später starb ich im Krankenhaus. Und was ist es bei dir gewesen?“ Anne erzählte ihr vom Spiel und allem anderen.
Während dem Flug nach Schanien: Julia stattete den Feinden einen Besuch ab. „Ich habe eine Bitte…“ – „Eine Bitte? Pah, die glaubst doch nicht etwa, dass wir dir eine Bitte erfüllen!“ – „Doch, das glaube ich“, entgegnete Julia mit sehr überzeugender Stimme. Auf einen Schlag waren die Gegner still. „Gut, dann kann ich

weiterreden! Nun, ich möchte oder eher ich will, dass an Annas und Antonias Geburtstag nicht gearbeitet wird. OK?“ – „NEIN, UND JETZT HAU AB!“ Drohend schaute sie Frau Blabloblü in die Augen, die nur sagte: „Ok, geht klar.“ – „Ok, danke.“ Julia drehte sich um, sah noch einmal das verwunderte Gesicht von Frau Schwassel und ging.
Wieder in ihrem Abteil angekommen fragte Antonia: „Was hast du gemacht?“ – „Och, hab nur gefragt, ob wir auch den größten Luxus bekommen.“ – „Und?“ – „Wir bekommen ihn!“ Ohne etwas Weiteres zu sagen legte sich Antonia zurück in den Sessel und genoss den Film, der gerade gezeigt wurde, bis sie jemand von hinten antippte. Erschrocken drehte sie sich um. „Wer sind Sie denn für ein Kostümheini? Was wollen Sie von mir?“ – „Aber Antonia, du wirst doch nicht eine alte Freundin mit Sie anreden!“ Die Frau nahm ihre Kapuze vom Kopf und sah Antonia direkt ins Gesicht. „Huch, ich schau dir lieber nicht in die Augen mit meinem Hypnoseblick!“ Daraufhin schoss es aus Antonia: „ANNE!“ – „Na endlich, das hat aber lange gedauert, bis du mich erkannt hast!“
Als Anna und Julia Annes Namen hörten, kamen sie sofort angerannt. „ANNE! Aber wie kommst du hierher? Du bist doch tot? Und was hast du da für komische Kleidung an?“ – „Alles mit der Ruhe! Ich erzähle es euch! Aber erzählt es den Feinden nicht! Macht euch nicht die Mühe! Die lauschen an der Tür, sehe ich gerade. So ein Röntgenblick ist doch echt nützlich!“ Anne erzählte ihnen alles.
Frau Blabloblü meinte: „Komm, Schwassilein! Dieser Film ist viel zu langweilig! Gehen wir doch spionieren!“ Ihre Freundin nickte. „Wieso eigentlich nicht?“ Sie schoben die Abteiltür auf und gingen auf die der Feinde zu. „Gut, die Gläser zum Lauschen, bitte!“, befahl Frau Blabloblü. Frau Schwassel reichte ihr eines und nahm ein eigenes. Sie hielt ihr Ohr an die Unterseite und presste das Glas an das Holz der Tür. Stimmen drangen zu ihr: „… bekommen.“ – „Und?“ – „Wir bekommen ihn!“ Dann war kurz Stille. Auf einmal hörte sie Anne sprechen. Sie wandte sich an Frau Blabloblü: „Ist das nicht Anne? He, die verdächtigt uns gerade, wir würden lauschen! Das wird interesaAUUUU!“ Eine Hand hatte sie an der Backe getroffen. „Hast du gesehen, was das war?“ – „Ich glaub, irgendeine Hand. Keine Ahnung, nicht erkannt.“ Dann öffnete sich die Tür. Anne höchstpersönlich stand mit einem schwarzen Umhang in der Tür. „Wehe, ihr lauscht noch einmal!“ Wimmernd nickten beide. „Gut, dann sehe ich mich gezwungen, euch das hinter die Ohren zu

!“ Sie schnipste und ein nicht ablösbarer Folienstift erschien aus dem Nichts. Sie nahm ihn und pinselte hinter die Ohren der wimmernden Lehrer: ICH DARF NICHT SPIONIEREN!!! Anne drehte sich um: „Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich diese Kleinigkeit zuerst erledigen musste. Gut, wo war ich stehn geblieben? Ach

, vergesst das Geschenk, dass ich euch vor meinem Tod gegeben hab. Ich werde euch allen mindestens zehn zum Geburtstag schenken. Soweit ich weiß, habt ihr eine Viererkabine auf dem Kreuzfahrtschiff, ihr habt also sicher nichts dagegen, dass ich mich zu euch geselle?“ Anna unterbrach sie: „Nein, natürlich nicht, aber wie kannst du uns auf der Erde besuchen, wenn du doch schon tot bist?“ – „Königinnen können das, es gibt aber nur zwei, deswegen bekommt die Erde nicht täglich Besuch von Toten“ – „Du kannst also die ganze Zeit bei uns bleiben, wie, als ob du leben würdest?“ – „Nicht ganz. Ich darf nur sechs Tage in der Woche bleiben. Für sieben müsste ich Engel sein!“ Verwundert schaute Julia Anne an: „Engel?“ – „Ich merk schon, ich muss euch alles von Anfang an erzählen…“
Vier Stunden später waren sie in Schanien angekommen. Frau Schwassel ging auf sie zu: „Also, ich wollte euch die nächste Stati…“ Anne unterbrach sie: „Ja,

, Sie wollen uns die nächste Station erklären, Frau Blabloblü und Julia müssen Haie fotografieren, die Ausrüstung müssen wir uns selber besorgen, bla, bla, bla… Ihr Besuch hat uns nichts, aber auch überhaupt nichts gebracht. ABHAUEN!!!“ – „HÄ?“ – „Ja, Julia wird gewinnen, das weiß ich. Also, eigentlich könnten sie verschwinden. Alles nur Zeitverschwendung für Sie!“ – „Ach

, wieso kann Frau Krummstock nicht kommen, wenn du es kannst?“ – „SIE HAT SEIN LEBEN EBEN SINNLOS VERSPIELT!“ – „UND DAS SOLLEN WIR DIR GLAUBEN?“ – „JA, SOLLT IHR!“ Frau Blabloblü gab auf. Murrend ging sie und zog ihre Kollegin hinterher. „Hmpf, diese blöden Toten, wissen immer alles besser…“ Anne

ste ihre Freundinnen an. „Ach

, nicht vergessen, in einer Stunde am schanischen Golf, am Riff.“ Zu Anna, Antonia und Julia gewandt sagte sie: „Ich lasse mir von meinen Sklaven und Dienern einen Taucheranzug für dich machen, Julia. Welche Größe hast du?“
Julia ließ sich mit einem Fotoapparat, der 300 Bilder fasste, einem reiß- und beißfesten Anzug und einer Sauerstoffflasche ausreichend für 24 Stunden ins Wasser gleiten. Frau Blabloblü sagte nur: „Pah, alles unnötig! 3 Bilder reichen, ein zerrissener Taucheranzug, der 1855 hergestellt wurde und aus fünfter Hand ist genügt doch vollkommen! Die Flasche für 20 Minuten war immerhin auch noch zu ergattern! Gegossen 1799!“ – „Na, so sieht das Zeug

auch aus! Die sind doch eh aus dem Museum geklaut!“, bemerkte Anne. „WOHER WEIßT DU DAS???“ – „Och, als Königin im Himmel weiß ich so Sachen nun einmal und Schluss. Ach

, gestanden, wenn ihr das wollt, erstatte ich auch keine Anzeige!“ Sie

ste und fügte ein leises „Von wegen!“ hinzu. „Können wir jetzt anfangen?“, meckerte Frau Schwassel ungeduldig. „Ja,

!“ Frau Schwassel gab den Startschuss. Julia ließ sich rückwärts ins Wasser purzeln. Frau Blabloblü hingegen machte einen Bauchklatscher und versuchte vergebens unterzutauchen. Anne meinte: „In den Regeln steht

nichts davon, dass man das da machen darf!“ Frau Blabloblü hob sich aus dem Wasser und schwebte in der Luft. Anne holte einen Stab heraus und machte mit diesem irgendwelche merkwürdigen Bewegungen, was dann auch alles mit Frau Blabloblü passierte. Als diese über kopf hing, hörte Anne auf und senkte ihren Stab, was dazu führte, dass Frau Blabloblü ins Wasser fiel und endlich untertauchte.
Frau Blabloblü kam sofort auf den Auslöser und fotografierte sich selber. Sie sah einen Hammerhai, der direkt an ihr vorbeischwamm. Frau Blabloblü drückte diesmal mit Absicht und traf nur die graue Haut des Haies. Das letzte Foto vergeudete sie damit, eine Alge zu fotografieren. Dann tauchte sie wieder auf.
Julia hingegen sah schon bald einen Hammerhai, der sie angreifen wollte. Davon machte sie schnell ein paar Fotos. Der Hammerhai stellte enttäuscht fest, dass er sie gar nicht fressen konnte, was nur an Annes Anzug lag. Sie sah Frau Blabloblü, die klatschend ins Wasser fiel und sich selber knipste. Dann kam ein Hai und sie fotografierte seine Haut, dann noch eine Alge. Julia war sicher, dass sie gewinnen würde. Sie sah einen ganzen Trupp Haie. Sie schoss ein paar tolle Fotos, wie ein paar auf einen Rochen losgingen. Sie fotografierte vor allem Frau Blabloblü in ihrem gestohlenen Museumsanzug. Dann tauchte sie wieder auf.
Das Foto mit dem Haiangriff gewann. Frau Schwassel sagte: „Erst morgen fährt ein Schiff! Alle übernachten im Wald! Ohne Zelt und alles weitere!“ Anne sagte: „Morgen muss ich wieder in den Himmel! Von heute auf morgen genauer. Das ist aber keine Station. Viel Glück dass ihr nicht erfriert!“ Anne

ste, drehte sich einmal und löste sich in Luft auf.
Mitten in der Nacht wachte Anna auf. Sie musste mal. Antonia war auch wach. Also gingen sie aus dem Wald zu einer in der Nähe stehenden Toilette. Plötzlich, als sie fertig waren, hörten sie ein merkwürdiges Knistern. Es war unglaublich hell. Jetzt erkannten sie, was es war: Ein riesiges Feuer! Antonia rannte zu einer Telefonzelle und rief die Feuerwehr. Anna drückte auf einen Knopf, bei dem Anne erschien, falls sie sie brauchten. Doch Anne würde bestimmt etwas länger brauchen, da sie garantiert schlief! Anna musste Julia retten! Da die Feuerschutzsalbe

für immer anhielt, wagte sie sich in die Flammen. Es war viel wärmer als im Lagerfeuer. Sie kniff die Augen vor Helligkeit zusammen und spürte zum ersten Mal Hitze. Je weiter sie vordrang, desto heißer wurde es. Irgendwann wurde es kälter. Sie sah Julia keuchen. Diese schien ohnmächtig zu sein. Anna hob sie sofort auf und rannte durch eine Lücke, die das Feuer noch nicht beherrschte. Das schien es auch gar nicht zu wollen. Bestimmt war das Anne. Anna hörte Sirenen. Das musste die Feuerwehr sein! Sie rannte durch den freien Gang, der hinter ihr das Brennen anfing. Sie zischte zu Antonia und brachte sich neben ihr in Sicherheit. Sie legte Julia auf ihren Schoß. „Julia, wach auf! Anne ist auch da!“ Anne war nämlich aufgetaucht. Julia öffnete die Augen. „Anne! Du musst doch im Himmel sein!“ – „Nicht im Notfall! Geht es?“ – „Ja, irgendwie schon.“ – „Aber da morgen Annas und Antonias Geburtstag ist, brauchst du keine Sorge zu haben! Du hast

die Feinde überredet! Aber nur, weil ich dir einen Hypnoseblick gegeben hab. Eigentlich hättest du damit sogar das Feuer hypnotisieren können! Naja, morgen komm ich dann wieder! Tschüs!“ Julia

te auch, als Anne verschwand.
„Das Schiff hat einen Tag Verspätung. Deswegen werden wir an einem Esswettbewerb teilnehmen. Anne und Frau Schwassel nehmen teil. Die Anmeldungsformulare habe ich schon ausgefüllt. Wir sind Teilnehmer. In einer Stunde beginnt er.“
Anne hielt dies für eine Leichtigkeit. Alle Toten – sogar Sklaven – konnten unbegrenzt Essen in sich hineinschaufeln. So

fte Anne je zwei Sekunden einen Teller, während Frau Schwassel nur einen Viertelteller gegessen hatte.
Bei der Preisverleihung. „Der 40, und damit letzte Platz geht an S. Schwassel mit einem Viertelteller. Applaus bitte!“ Sofort regnete es faule Früchte auf Frau Schwassel. „Der 39. Platz geht an U. Uranus mit 4 Tellern.“ Bis schließlich 20 Minuten später: „Der erste Platz geht an…“ Eine ganze Weile lang wurde es still. „… mit 180 Tellern…“ Alle rissen den Mund auf. Anne hielt es für eine Leichtigkeit und aß immer noch, weil sie schon lange keine so herrlichen Sachen gegessen hatte. „…Anne Alus!“ Jeder klatschte und es regnete Konfetti über sie. Anne wurde mehrfach interviewt und kam in die Zeitung. Sie wurde sogar gefilmt und kam in die Nachrichten.
Die Feinde zeigten ihren Gegnern einen prachtvollen Diamanten. „Den haben wir gespendet. Aufgabe ist…“ Anne setzte fort: „…ihn zu stehlen, sich nicht erwischen lassen und dann wieder zurückbringen, ich weiß. Anna und vielleicht eine Hilfe macht diese Station, während ihr dann einen Tag später dran seid. Aber wie ihr es

auch erlaubt habt, wird morgen, also an Annas und Antonias Geburtstag nicht gearbeitet! KLAR?“ – „Ja, Meister!“ – „Lass das Meister!“ – „Ja, Meister!“ Anne schüttelte den Kopf.
An Annas und Antonias Geburtstag legte Julia vorschichtig ihre Geschenke auf den Tisch und tat das von Anna für Antonia und das von Antonia für Anna auf den Tisch. Anne sorgte selber für ihre Geschenke. Außerdem hatten sie den Zimmerservice bestellt, der gegen Mittag eine riesige Torte bringen sollte. Schon bald standen Anna und Antonia auf. Anne und Julia gratulierten ihnen und Anna und Antonia packten ihre Geschenke aus. Anna bekam wie Antonia eine Menge Bücher, beide eine

e Uhr, Anna einen Wecker und Antonia einen Virenschutz für ihren Computer, den sie nie in einem Geschäft fand. Außerdem bekamen sie einen Kompass, dessen Nadel immer in die Richtung von Julia und Anne zeigte.
Am nächsten Tag begann die Station. Um Mitternacht – der Kapitän war schon wach und musste arbeiten – teilte Anne die Aufgaben zu: „Der Hintereingang ist abgeschlossen. Anna schleicht sich in die Kajüte und klaut den Schlüssel. Julia steht Wache, zusammen mit Antonia und ich klaue den Edelstein, da ich durch Alarmanlagen gehen kann und das ohne dass diese angehen. Wir nehmen wie früher bei unserer Nachtwanderung zu den Feinden einen Bindfaden. Wenn irgendjemand daran zieht, müssen sich alle in Sicherheit bringen. Ich brauche allerdings nur einen, um euch gegebenenfalls zu warnen. Dann viel Glück, Anna! Wir stehen Wache!“ Anna schlich sich in Richtung Kajüte. Sie wartete auf einen Ruck, doch er kam nicht. Sie hatte kein

es Gefühl, doch sie überwand es einfach. Sie sah sich um und stieß die offene Tür zur Kajüte auf. Diese knarrte leise. Anna hielt inne; wieder kein Zug. Also schlich sie weiter. Allgemein sah sie nur Chaos, doch ein Schlüsselbrett an der Wand war wohl noch das ordentlichste hier. Auf jeden Schlüssel war die Funktion gekritzelt. Bald sah sie einen mit der Aufschrift „Hintereingang Ausstellungsraum“ Dieser trug ein kleines Glöckchen. Dieses schnitt sie ab und legte es unter das Kopfkissen des Kapitäns. Dann sah sie einen Kasten an der Wand hängen auf dem „Alarmanlage“ stand. Diesen öffnete sie, weil sie irgendwie misstrauisch wegen Annes Kräften wurde. Sie drückte einen Schalter auf dem „AUS“ stand. Ein kleines Summen ertönte. Anna schloss den Kasten wieder und umschloss den Schlüssel fest in ihrer Hand. Dann eilte sie nach draußen zu ihren Freundinnen. Dort angekommen flüstere sie: „Ich habe vorsichtshalber auch die Alarmanlage ausgemacht. Hier der Schlüssel!“ Sie gab ihn Anne. Diese schritt auf die Tür des Hintereingangs zu und schloss diesen auf. Sie sah sich um. Der Edelstein war unverfehlbar. Er schien eine Art Ehrenplatz bekommen zu haben. Sie griff den Edelstein und sah, wie Antonia sich

gierig zu ihr lehnte. Plötzlich ging die Alarmanlage los. Anna musste sie angeschaltet haben! Sie rannte nach draußen. Sie zischte: „Bist du verrückt, Antonia? Du hast den Alarm ausgelöst!“ – „Ich dachte, Anna hat ihn ausgemacht!“, keuchte diese im Laufen. Anne drehte sich um, als sie Schritte hörte. Sie sahen ein paar Männer. Anne sagte: „Ich darf so etwas

eigentlich nicht machen, aber ich muss diesen Männern einen Schock und ein Vergessenselexier einflößen!“ Mit ihrer Hand zielte Anne auf zwei mit Pistolen bewaffnete Männer. Ein roter Lichtstrahl schoss aus ihren Fingerspitzen. Die Männer sahen aus als würden sie Modellstehen. Dann schoss ein blauer Lichtstrahl zusammen mit einem gelben auf die Männer. Anschließend bewegten sie sich wieder. „Was machen wir hier eigentlich?“, fragte der eine Matrose. „Keine Ahnung, Franz, aber bestimmt nichts Sinnvolles! Oh, der Kapitän kommt! Es wird Ärger geben, wenn er uns erwischt! Komm!“ Die Matrosen steckten ihre Waffen wieder ein und gingen weg. Die Freundinnen gingen zufrieden in ihre Kabine zurück.
Stolz präsentierten sie den Feinden den Stein. Diese fanden das wohl nicht so toll.
Mitten in der Nacht

te eine Sirene, wovon Antonia wach wurde. Sie sah ihre Freundinnen gähnen. Schnell zogen sie sich an, da sie

gierig waren, was wohl die Feinde angestellt hatten. Sie rannten zusammen mit anderen Schaulustigen aus der Kabine und rannten aufs Deck. Viele Leute umzingelten zwei Wachen, die Frau Blabloblü und Frau Schwassel mit einer Pistole zurückhielten. Anne meinte: „Es wäre gar nicht

, wenn die Feinde ins Gefängnis kommen würden! Wie wir das kennen, brechen die eh aus!“ Ein grüner Lichtblitz schoss aus ihrer Hand – fast unsichtbar. Er warf die Pistole ins Wasser. Die Männer ließen die Feinde im Stich und schauten verdutzt ihren Waffen nach. Die Leute verzogen sich. Anne warf ihnen noch einen blauen Strahl hinterher, woraufhin alle das Ganze vergaßen. Dann knöpfte sie sich die Matrosen vor. Anschließend die Lehrer. Sie rieb sich die Hände. „Das wär erledigt! Übrigens, bei den Feinden habe ich nur teilweise die Gedanken gelöscht. Sie erinnern sich nur noch, wie sie den Alarm ausgelöst haben und ich habe ihnen in Gedanken gesetzt, sie wären noch mal so davongekommen.“ Antonia seufzte: „Ach, Anne! Wenn wir dich nicht hätten!“ – „Ich kann aber nur hoffen, dass ich nicht beobachtet wurde!“ Zufrieden – Anne mit ein paar Sorgen – gingen sie wieder schlafen.
Zu Hause angekommen musste Frau Blabloblü feststellen, dass Anna, Antonia, Anne und Julia über die Hälfte der Stationen gewonnen hatten. Antonia meinte: „Dann können sie sich

zum Teufel scheren! Im wahrsten Sinne des Wortes!“ – „Och, nur ein paar der Ehre halber!“ – „Na

, aber die bestimmen WIR!“ Die Feinde nickten. Anna sagte: „Kommt, wir überlegen uns die Station für morgen!“ – „Was könnten wir denn nehmen?“ – „Machen wir doch eine Besichtigung im Kühlturm! Antonia und Frau Schwassel machen das! Ich gebe dir für diese Zeit einen Antifrierschutz, Antonia.“, schlug Anne vor. Anna, Antonia und Julia waren begeistert. „Wo du immer diese Ideen hernimmst, Anne!“, staunte Antonia.
In der Nacht hörte Antonia ein leises Schluchzen mit Tränen vermischt. Das Geräusch kam aus dem Wohnzimmer. Sie sah auf Julias Bett. Es war leer. Ihre Freundinnen schliefen. Scheinbar hatten sie nichts gemerkt. Sie schlüpfte in ihre Socken und stieß die Decke zur Seite. Sie stand auf und ging leise durch die Küche und durch das Esszimmer. An der Wohnzimmertür blieb sie stehen. Wenn das eine Falle der Lehrer war? Das konnte doch nicht sein! Sie schloss die Augen und öffnete die Tür. Sie sah jedoch niemanden. Die Weingeräusche kamen von hinter dem Sofa. Antonia fragte mutig: „Julia?“ Zur Antwort bekam sie ein heftiges Schniefen. Antonia ging auf die Geräusche zu. Hinter dem Sofa war nur eine Klappe; der Lüftungsschacht. Diesen öffnete sie und kroch hinein. Es war ihr ein Rätsel, wie man da überhaupt problemlos hineinpasst. Sie streckte den Arm aus. Sie fragte noch einmal: „Julia?“ Das Schluchzen wurde lauter. „Komm schon, Julia! Mir kannst du es doch sagen! Wenn du das willst, sag ich es auch nicht den anderen!“ Ein tränenersticktes „Na

!“ kam aus dem Schacht. Etwas Feuchtes tropfte auf Antonias Hand. Wahrscheinlich eine Träne von Julia. Antonia quetschte sich wieder ins Zimmer und half ihrer Cousine aus dem Loch. Antonia und Julia setzten sich auf das Sofa. „Wieso

st du denn, Julia? Hast du schlecht geträumt?“ – „N…

! Ich … ich bin ei… einfach so ein P… Pechvogel! Ich bin d… doch nichts w… wert!“, schluchzte Julia. Antonia tröstete sie: „Und ob du was wert bist! Du hast eh eine Station gewonnen!“ – „Nicht das! Schau doch: Ich wurde entführt und versklavt und dann war da dieser Waldbrand! Anna hätte das sein lassen sollen! Ich bin doch zu nichts wert!“ – „Doch, Julia! In Zukunft passen wir besser auf dich auf! Versprochen!“ – „Na

!“ – „Komm, gehen wir wieder schlafen! Trink erstmal was! Du bist

völlig ausgetrocknet!“
Antonia fühlte sich für diese Station perfekt geeignet. Mit

em Gefühl schritt sie mit den anderen zum Kühlturm. Frau Schwassel kam wie ein Eskimo angezogen zum Treffpunkt. Antonia hingegen mit Sonnenbrille, Shorts und T- Shirt. Entschlossen ging Antonia auf ihre Gegnerin zu: „Können wir anfangen?“ – „Jaja!“ Sie gingen sorgfältig voneinander Abstand haltend zum Eingang. Vor ihnen stand ein Mann. „Habt ihr schon Eintritt bezahlt.“ Schweigend zog Antonia ein Bündel Scheine hervor und kaufte sich eine. „Gut, kannst weiter gehen. Was is mit dir?“ Frau Schwassel ging langsam an ihm vorbei. Sie sagte: „Och, ich hab schon bezahlt.“ – „Dann zeig mir deine Karte.“ – „Vergiss es!!!“ Frau Schwassel rannte so schnell sie konnte durch die Menge, die den Kühlturm ebenfalls besuchte. Dabei stieß sie eine alte Frau um. Der Wächter drehte sich um und half dieser hoch. Er fragte sie, ob sie beobacht hatte, wo die Verbrecherin lang gerannt war und rannte weiter. Er war gerade auf der Treppe verschwunden, als Antonia eine bekannte Stimme fluchen hörte: „LASSEN SIE MICH IN RUHE, SIE…“ Mehr verstand sie nicht, rannte zu dem Ort, wo die Stimme herkam und mischte sich unter die Schaulustigen. Der Wächter hatte Frau Schwassel Handschellen

egt, als sich plötzlich ein junger Mann aus der Menge hervortat. „Schon

, ich bezahle für diese Frau. Ich kann so was nicht sehen!“ Antonias Grinsen verschwand. Der Mann nahm einen Packen Scheine. Er gab dem Wärter einen 200er. „Reicht das?“ Der Wächter nickte. Er nahm Frau Schwassel murrend und scheinbar schmollend die Handschellen ab und ließ sie laufen.
Anne zog mit einem schuldigen „Hähä!“ einen ganzen Haufen Himmelseuro aus ihrer Tasche. Sie hatte sich übrigens genauso wie Antonia angezogen. Der Wächter kam zurück. „Also, jetzt zu euch da!“ Er zeigte auf Anna, Anne und Julia. Julia nahm auch einen Bündel aus ihrer Tasche und bezahlte. Der Mann ließ sie passieren und drückte ihnen ihre Karten in die Hand. Frau Blabloblü zahlte zähneknirschend das Zehnfache, da sie

eine „Rentnerin“ war. Hämisch

send beobachtete Antonia, wie Frau Blabloblü einen 200er überreichte.
„Auch noch schummeln, was?“ Annas Augen flogen nach Annes Worten sofort auf Frau Schwassel. Diese fummelte an einer Steckdose herum. Sie erkannte einen Fön. Anna sagte zu Anne: „Du hättest sie nicht warnen dürfen! Sie wäre disqualifiziert worden!“ – „Ach, du kannst laut sagen, dass ich sie nicht hätte warnen sollen, weil sie dann disqualifiziert geworden wäre. Diese alte Oma weiß nicht einmal mehr die Regeln! Sehr vergesslich!“ - „ACH JA?“, fauchte Frau Schwassel. „Ja, OMA!“ Frau Schwassel ließ sich das nicht gefallen und schrie: „ICH BIN NICHT ALT, VERSTANDEN?“ – „NEIN, MEISTER!“ – „WERD NICHT FRECH, DU DUMMES GÖR!“ – „ICH WERDE NICHT FRECH, OMA! ICH – WERDE – NICHT – FRECH! KAPIERT?“ – „NEIN!!!“ – „ACH JA?“ – „JA!“ Anne holte aus. Sie wurde von der Hand des Wärters unterbrochen, Frau Schwassel noch mehr überzubraten. „Och, dabei hab ich ihr doch schon so schönes Nasenbluten verpasst! Sie wollte es doch nur so! Außerdem wollte ich gerade ihren Arm brechen!“ Frau Schwassel schnaubte sie an. Der Wärter schimpfte: „Ich bringe euch zum Direktor wegen Ruhestörung!“
Schnaubend knallte Frau Blabloblü ihr letztes Geld auf den Tisch. Anschließend verließen sie das Büro wieder. Antonia beobachtete

send, wie Frau Schwassel sich noch eine Jacke überzog. „Nein! Das gilt nicht! Man darf nur das anbehalten, was man schon von Anfang an anhatte und sich Sachen ausziehen!“ Grunzend

fte sie die Jacke weg.
Antonia sah sich nach Frau Blabloblü und Frau Schwassel um. Sie hörte etwas hämmern. In diese Richtung lief sie. Neugierig zog sie ihre Freundinnen mit. Das Klopfen wurde immer lauter. Sie rannte inzwischen. Antonia erreichte mit Vorsprung zu den anderen einen Eisklotz, an dem Frau Blabloblü verzweifelt mit einem Hammer und einem Stemmeisen herumklopfte. Antonia erkannte jetzt erst, dass in diesem Klotz ihre andere Feindin steckte. Anne nahm den „Eiswürfel“ und trug ihn ins Freie. „Tja, da Frau Blabloblü eingefroren ist: Wir haben gewonnen!“ Schlotternd kam Frau Blabloblü angestolpert. Ihre Haare waren nass und ein paar Eiszapfen hingen an ihrem Kinn. Einen davon brach sie ab und lutschte ihn. „Diese Station war langweilig! Das nächste Mal nehmen wir doch lieber etwas Spannenderes!“, schlug Anna vor. Antonia nickte. „Das war wirklich nicht spannend! Ich wüsste auch schon was! Gleich morgen schleichen wir uns in die 123. Polizeisitzung. Da bringt jede Person einen eigenen Beweis mit! Wenn irgendwo ein Beweis fehlt, gewinnt die andere Mannschaft. Die Sitzung findet nämlich gleich morgen statt. Ich melde uns an. Anne, lass deine Sklaven die Ausweise und die Anzüge machen, bitte!“ Frau Blabloblü zitterte: „P… pah! E… es g… g… genü… genügt d… doch, z… zum K… K… Kost… Kostümv… verl… verleih z… zu g… geh… gehen!“ – „Na, das wird sich schon noch zeigen! Zz. Eingebildet, die Leute von gestern!“,

tete Julia. „Die Leute von heute – vernünftig. Fabelmals, damals: unvernünftig! Einfach zuuuu eingebildet!“ Frau Blabloblü beachtete diese Beleidigung nicht und murmelte: „Die Leute von heute! Unvernünftig! Fabelmals, damals: Vernünftig!“ Anna dachte: „Wenn das so weitergeht, geht schon wieder ein Streit los!“ Laut sagte sie: „Gehen wir lieber!“ Zustimmend liefen sie – bis auf Anne, die die Ausrüstung besorgte – zum Auto und fuhren gemütlich zum Zeltplatz.
Am nächsten Tag waren sie sich mit ihrer perfekten Ausrüstung sicher, dass sie gewinnen würden. Anne meinte: „Da das natürlich ein bisschen langweilig ist: Frau Schwassel und Julia müssen sich ins Direktorbüro schleichen und von da irgendeinen weiteren Beweis mitnehmen. Wie wär’s?“ Julia antwortete: „Aber nur, wenn ihr für mich ablenkt, damit ich in Ruhe nach einem Beweis suchen kann.“ Anna, Antonia und Anne nickten.
Wie sie führten auch alle anderen laute Gespräche. Nur die Lehrer nicht, die meinten, das sei eine Schande. Als der 10 Minuten zu spät gekommene Polizeichef eintrat, verstummten alle. Bis auf zwei – die Feinde, die sich darüber unterhielten, was für eine ach so schlimme Schande es wäre, hier ein einziges oder falsches Wort zu sagen. Der Chef ging zu ihnen und brüllte: „RUHE!“ Erschrocken verstummten auch sie. „Wenn ich irgendjemanden beim Quatschen erwische, wird er oder sie entlassen!“ Manche Polizisten zitterten. „Naja, sicher haben Sie sich alle gefragt, warum ich Sie habe kommen lassen.“ Alle nickten eifrig. Zur Tarnung auch Anna, Antonia, Anne und Julia. „Weil Sie allesamt IDIOTEN sind, die jeden Gauner haben entkommen lassen! TUN SIE WAS, ODER SIE LANDEN IN DER ZELLE! KAPIERT?“ Wieder nickten alle eifrig. Er ging auf Frau Schwassel, die gegenüber von ihren Feinden saß zu und verlangte ihren Ausweis. Diese Gelegenheit nutzte Julia und schlich sich aus dem Zimmer in einen langen Flur. Das Büro des Direktors war eigentlich unverfehlbar: Es war mit jeder Menge Luftschlangen verziert; ein HAPPY BIRTHDAY-Schild thronte direkt über der Aufschrift DIREKTOR HANS MUFFELOCHSE. Julia dachte: „Der Name passt echt zu ihm!“ Sie stieß die Tür auf. Es sah unordentlicher aus, als Anna die Kapitänskajüte beschrieben hatte. Der Bürostuhl war umgekippt, von den 12 weiteren Stühlen stand nur einer noch, eine Blumenvase lag in Scherben auf dem Boden, überall lag Müll verstreut, schwerpunktmäßig auf dem Schreibtisch, auf dem Eine umgestülpte Tasse dem Stürzen drohte, Fenster gab es keine, ein Stapel Akten, der bis zur Decke reichte, hatte den Platz links vom Schreibtisch eingenommen; nur ein Lüftungsschacht schien bei der Putzfrau Erbarmen zu haben. Dieser war jedenfalls sehr sauber. Nur dass sein Gitter heruntergerissen war, bereitete dem Büro nur halb so viel Schande. Julia hätte sich am liebsten hingekniet und den Abfall aufgehoben und aufgeräumt, doch dazu war sie nun wirklich nicht da. Sie sah sich um. Julia entschied sich für einen Packen Akten, den sie sich zusammengerollt in die Hosentasche

fte. Jetzt sah sie, dass der Turm bedrohlich hin und her schwankte. Julia sah einfach zu, wie der Stapel umfiel. Ein bisschen blieb sie stehen. Dann hörte sie Schritte. Ohne zu überlegen sprang sie in den Lüftungssacht und schloss das Gitter hinter sich. Keine Sekunde zu früh, denn als sie sich in eine Aushöhlung am Rand presste, beobachtete sie durch das Fensterchen, wie der Direktor eintrat. Julia fand die Nacht, in der sie sich im Lüftungssacht

t hat, lohnenswert für dieses Versteck. „Nein, Remann, hier ist niemand! Sie haben sich getäuscht!“ Eine piepsige, ängstliche Stimme quiekte: „Aber ich hab es genau gehört! Vielleicht ist er

im Lüftungsschrank oder Aktenschrank!“ – „Blödsinn! SIE SIND ENTLASSEN!“ Der Polizist schob ein Bild zur Seite und öffnete ein Fenster dahinter. Durch dieses trat er den Mann hinaus. Er schob das Bild Hände reibend zurück. Dann grunzte er und machte sich wieder davon. Allerdings kam er noch einmal zurück und brachte eine Videokamera mit. Er holte einen Schraubendreher aus seiner Hosentasche und machte sich daran, die Kamera festzuschrauben. Anschließend trabte er aus dem Zimmer und knallte die Tür mit Schwung zu. Dies führte dazu, dass ein zweiter Aktenstapel umkippte. Julia dachte: „Ein Glück, dass ich immer ein paar Kaugummis dabei habe!“ Sie kramte in ihrer Tasche und fand bald eine ganze Packung. Sie riss die Verpackung auf und

fte das Ding in ihren Mund. Sie kaute ein paar Sekunden darauf herum, dann nahm sie es aus dem Mund und öffnete die Luke ein bisschen. Sie beobachtete die Kamera eine Weile, bis sie die Bewegungen auswendig konnte. Im rechten Moment streckte Julia die Hand aus und klebte ihren Kaugummi direkt auf das Glas. Sie drückte ihn über die ganze Fläche breit und

ste zufrieden. Julia schwang sich aus dem Loch und warf einen kleinen Blick auf die Hausordnung. Mit Textmarker war die 10. Regel umrahmt worden. Julia nahm sich Zeit, den Abschnitt zu

en: „10. Türen knallen, oder es knallt!“
Anna wurde nervös. „Hoffentlich geht das

! Oh, der Chef geht in Julias Richtung!“ Antonia flüsterte: „Er betritt sein Büro! So ein Mist!“
Bald kam er zurück. Er ging auf Anne zu. „Sie kommen mir

vor! Ausweis!“ Er deutete allerdings auf Frau Blabloblü. Diese schluckte und kramte in ihrer Hosentasche. Sie holte ein zerknittertes Papier heraus. Der Ausweis war wirklich nicht echt, das hätte selbst ein Baby erkannt. Sofort fiel sein Urteil: „Der ist gefälscht! Aber trotzdem: Eine kleine Prüfung: Was würden sie machen, wenn sie einen Dieb sehen, der gerade in einen Laden einbricht?“ – „Ihm sagen, dass er das lassen soll! Was sonst!“ – „Soso, und was ist, wenn ihm das egal ist?“ – „Dann verpasse ich ihm eine Strafarbeit!“ – „Und wenn ihm das auch egal ist?“ – „Dann bekommt er einen Schulverweis!“ – „Sie sind nicht von der Polizei! Sie sind eine eingeschmuggelte Lehrerin! ABFÜHREN!“ Zwei Polizisten sprangen auf und zerrten sie zu den Zellen. Sofort sprang Frau Schwassel auf, rupfte einen Orden gewaltsam von seinem Hemd und rannte nach draußen. „Die ist entkommen! EIN WEITERES ZEICHEN, DASS SIE SICH ANSTRENGEN MÜSSEN!“, brüllte er. Er wandte sich wieder an Anne. „Zeigen Sie mir ihren Pass! Sie kommen mir nicht bekannt vor!“ Anne holte ihn schweigend aus ihrer Jackentasche. „Hm, der ist echt. Sie sind mir dennoch

. Was würden SIE machen, wenn sie jemanden einbrechen sähen?“ – „Ihn festnehmen natürlich!“ – „Ok, angenommen er bedroht Sie mit der Pistole.“ – „Wir haben doch immer unsere Waffe dabei und außerdem bin ich nie alleine unterwegs! Zwei gegen einen – der hat keine Chance!“ – „Und wenn da ein ganzer Trupp ist, die sie nicht gesehen haben?“ - „Verstärkung holen! Ist doch logisch!“ – „Sie gehören wohl doch zur Polizei. Ich glaube, ich bin überarbeitet! Die Sitzung ist beendet!“ Alle erhoben sich und trabten quasselnd durch die Tür. Anna, Antonia und Anne schnappten sich noch schnell je einen Orden und gingen auch.
Julia schüttelte den Kopf bei dieser Hausordnung. Vorsichtig spähte sie durch den Türschlitz. Niemand zu sehen. Also verließ sie das Zimmer und knallte die Tür zu. Genüsslich sah sie durch ein Fensterchen, wie 10 weitere Aktenstapel umfielen und den Schreibtisch unter sich begruben. Sie trottete in den Sitzungssaal. Alles war leergefegt. Also nahm sie an, dass die Sitzung schon zu Ende war. So lief sie zu ihren Freundinnen.
Frau Blabloblü wurde aufgrund mangelnder Beweise freigelassen.
„Also, wir wollten die nächste Station erklären.“, verkündete Anne. „Anna und Antonia sowie Frau Schwassel und Frau Blabloblü führen die Station aus. Wir fliegen nach Ägypten. Alle müssen im Zweierteam in eine Pyramide gehen. Dort gelangen wir dann zu einer Sphinx, die den Raum des unendlichen Wissens verbirgt. Diese lässt Menschen aber nicht einfach so durch, denn sie stellt ein Rätsel. Dieses hat bisher noch niemand gelöst. Wer umdreht, hat automatisch verloren. Gut, können wir dann endlich?“ – „Ja,

!“
Anna fühlte sich ganz

, doch Antonia hatte ein paar Sorgen, dass sie nicht vielleicht in eine Falle tappen würden. „Frau Blabloblü und Frau Schwassel gehen zuerst. IST DAS KLAR, IHR ANGSTHASEN?“ Zitternd nickten die Feinde.
Anna und Antonia sahen vergnügt zu, wie die Gegner in den sicheren Tod liefen, doch zu ihren Enttäuschungen rannten die Feinde wenig später – Anne hatte 2 Minuten gezählt – aus der Pyramide hinaus. „Schade!“, seufzte Antonia. „Da gebe ich dir Recht!“, antwortete Julia gegen den Fahrtwind, den die Feinde erzeugt hatten. „Gut, die sind abgehauen! Sie haben verloren! Es sei denn, Anna und Antonia rennen auch weg. Aber das traue ich euch nicht zu!“, meinte Anne. „OK, viel Glück!“ Anne gab ihnen einen leichten Stoß und zwinkerte ihnen zu. Anna und Antonia stolperten in die Pyramide. Nach ein paar Metern, als sie gerade abbogen, meinte Antonia: „Dunkel, oder? Hast du zufällig Streichhölzer dabei?“ – „Das nicht, aber etwas viel besseres!“ Anna knipste eine Taschenlampe an. Antonia nickte zustimmend. „Gute Idee. Und jetzt? Hier ist eine Abzweigung!“, zögerte Anna. „Daran habe ich gedacht!“ Antonia zog einen Haufen Kieselsteine aus ihrer Tasche. Anna bemerkte: „Das haben die Feinde schon erledigt! Wir müssen also abbiegen.“ Sie deutete auf ein paar Steine. Antonia nickte. Dann liefen sie schweigend der Spur hinterher, die in einem riesigen, von Fackeln beleuchteten Raum endete. Anna machte die Lampe wieder aus. Vor ihnen ragte eine Sphinx. Noch schwebte ihr Arm über dem Weg, doch dann ließ sie ihn fallen. Bedrohlich langsam richtete sie ihren Blick in Annas und Antonias Richtung. „Ihr seid gekommen, um das Rätsel zu lösen?“ Anna und Antonia nickten. „Eine von euch muss es ohne Hilfe der anderen lösen. Wer macht das?“ Antonia deutete sofort auf Anna. Diese schluckte. „Ich löse das Rätsel. Wie lautet es?“ – „Willst du dich umdrehen oder willst du es doch probieren?“ – „Ich probiere es.“ – „Gut, wenn du es falsch löst, werde ich dich umbringen! Gut, das Rätsel: Was läuft am Morgen auf vier, am Mittag auf zwei und am Abend auf drei Beinen?“ Anna fiel kein Tier ein. In der Not verglich sie sich selber damit. Am Morgen des Lebens war sie gekrabbelt, also auf vier Beinen gelaufen, am Mittag des Lebens, also jetzt, lief sie aufrecht, also auf zwei Beinen. Am Abend des Lebens würde sie eine Gehhilfe benötigen, also würde sie auf drei Beinen laufen. Sie sagte entschlossen: „Es ist der Mensch.“ – „Das ist richtig. Von jetzt an bist du meine Meisterin. Du kannst jetzt in den Raum des unendlichen Wissens.“ Sie klappte zur Seite und gab einen Durchgang frei, durch den Anna und Antonia schweigend gingen.
Überall standen Regale mit Büchern. Anna schnappte sich ein Buch mit dem Titel „Familie Blabloblü“. Darin fand sie nichts interessantes, außer folgender Seite:
Die größte Angewohnheit der Blabloblüs war es schon immer gewesen, die Eltern, den Ehemann oder die Ehefrau und den größten Teil der Kinder umzubringen. Alle bekamen schon immer 39 Kinder. Wenn sie ein 40. haben wollten und gerade Schwanger waren, fielen sie tot um. Irgendwann wurde aus Schande der Name von Blablabla auf Blabloblü geändert. Es kam auch schon oft vor, dass die Frauen alle Kinder und manchmal sogar den Rest der Familie umgebracht haben. Das bis jetzt einzigste Familienmitglied der Blabloblüs ist Kunigunde Blabloblü, 71 Jahre alt, alle 39 Kinder, den Mann und den Rest der Kinder getötet. Sie plant, wieder zu heiraten, sich zu scheiden nach 39 Kindern, und das noch fünfmal. Alle Blabloblüs waren schon immer Lehrer, aber es gab nie Einserschüler. Meistens bestand ihr Zeugnis aus Vieren, Fünfen und Sechsen. Doch erst beim Abitur gaben sie sich richtig Mühe. Sie bestanden aber immer gerade noch die Lehrerprüfung. Es war Angewohnheit, Schüler zu schlagen. Kunigunde Blabloblü wird in einem Jahr verhungern.
Anna genügte das. Sie rief Antonia. Diese überreichte Anna ein Buch über die Familie Schwassel. In diesem Bericht ging es um fast dasselbe, nur dass der Name geändert wurde, weil es einer fast geschafft hatte, die Welt zu zerstören. Das genügte ihnen und sie nahmen die Bücher als Beweis mit.
VII. Das Finale
Anne erzählte nach dem Flug, wieder auf der Lichtung: „Wir haben während des Flugs beschlossen, euch noch eine Chance zu geben: Alle Punkte werden gelöscht. Wir besteigen den Todesberg, von dem bekanntlich nur 5 von 500 wieder heruntergekommen sind. Dann fliegen wir – egal ob mit oder ohne Gleiter – zu dem kleineren Zwillingsberg. Wer nicht Zwischenstopp macht, gilt als tot. Dann fliegen wir den Rest. Wer stirbt, ist tot. Von wessen Mannschaft noch am meisten übrig bleibt, hat gewonnen. Der Verlierer kann unseretwegen leben bleiben. Also, worauf wartet ihr denn noch?“
Grinsend betrachtete Antonia Frau Blabloblüs selbst gebastelten Klettergurt, der genau dem von Frau Schwassel glich. Die Konstruktion bestand nur aus einem Seil, welches sich um die Beine und die Hüfte sowie den Rücken wickelte. Vorne war eine Schlaufe angeknotet, welche einen alten Karabinerhaken trug, welcher äußerst rostig aussah. Das Seil war davon mal ganz abgesehen eh völlig müllkippenfällig. Sie stupste Anna mit dem Ellenbogen an. Diese kicherte, gerade so laut, dass die Feinde es hören konnten. Frau Blabloblü fauchte: „Erstmal selber besser machen!“ Auch Anne kicherte. Julia studierte die Felswand nach einer Abkürzung, bei der man möglichst wenig klettern musste. Anne gab währenddessen an: „Und ob ich das selber besser machen kann!“ Sie flog einfach und legte sich genüsslich in die Luft. Sie zog aus dem Nichts einen Zweig Weintrauben hervor und machte sich ans Essen. Sie meinte: „Ein Sekt mit Orangensaft wäre doch nicht schlecht!“ Und ein prall gefülltes Glas mit ihrem gewünschten Getränk tauchte hinter einer kleinen Rauchwolke auf. Sie schnipste fast nicht hörbar und ein dickes mit rotem Samt bezogenes Kissen schob sich sanft unter ihren Kopf. „Ich suche mal den besten Platz zum Aufstieg!“ Dann rauschte sie über den Berg hinweg. Bald kam sie wieder: „Ich habe eine Treppe gefunden, die jemand für andere Bergsteiger gebaut hat. Die hört aber bald auf. Außerdem muss man dafür ein Stückchen über kopf klettern, aber mit den Gurten, die meine Sklaven gemacht haben, werdet ihr das locker

fen. Außerdem ist für den Notfall ein Propeller eingebaut. Damit könnt ihr dann fliegen. Nur leider bloß 30 Sekunden. Das war nämlich die beste Batterie, die ich finden konnte. Nur leider hat die Fabrik zugemacht.“ Antonia sagte gleichzeitig mit Julia: „Wird schon klappen!“ Anna zuckte nur zögerlich mit den Schultern. Sie wusste nicht so recht, ob sie Annes Ausrüstung trauen konnte. Sie wurde von Antonias Frage an Anne aus den Gedanken gerissen: „Wie hoch ist der Berg?“ – „Ein Km, ein cm und 1, 111.111.111.111.111.111.111 mm. Genau genug oder muss ich auch noch in Mikrometer angeben?“ – „Äh, das reicht schon. Danke. Ach

: Kannst du uns nicht auch die Gabe geben zu fliegen?“ – „Nein, im Himmel wurde das Verbot aufgestellt, dass man Sterblichen keine Kräfte geben darf. Ansonsten kommt man völlig ohne Ausnahme in die Hölle oder ins Fegefeuer.“ – „Oh,

.“ Antonia fügte hastig hinzu: „Aber wir sollten mal langsam starten. AUF DIE PLÄTZE, FERTIG, …“ Sie wartete eine Weile. Plötzlich sagte Anne: „Hier noch ein Abprallschutz; da oben gibt’s nämlich Ziegen. Und die sehen nicht sehr freundlich aus. Mein Freundlichkeitsbarometer zeigt jedenfalls 97% Bösartigkeit an. Dann viel Glück!“ – „…LOS!“ Anna, Antonia und Julia kletterten los.
Die Feinde waren noch nicht sonderlich weit, als die Freundinnen schon fast die Treppe geschafft hatten, die bis zur Hälfte des Berges führte und mit einem Haufen Steine und ein paar Knochenüberresten endete. Falls es überhaupt welche waren. Dann kletterten sie wieder. Es ging senkrecht den Berg hoch. Antonia dachte sich, dass das noch immer besser ist als über kopf klettern zu müssen. Doch dann passierte es: Ihr Gurt riss! Sie versuchte sich an den Felsen klammernd, den Motor anzulassen, aber dieser verlor nur Öl und dann fiel eine Batterie heraus. Sie gab es auf und sah zu, wie der Gurt nach und nach auseinander fiel, während ihre Kräfte immer mehr nachließen. Verzweifelt sah sie Anne, die neben ihren Freundinnen her flog und wahrscheinlich einen sehr lustigen Witz erzählt hatte, jedenfalls kringelten sich alle vor Lachen. Sie rief verzweifelt nach oben: „ANNE! MEIN GURT HÄLT NICHT!“ Doch der kräftige Wind verwehte ihre Stimme. Genauso wie das Kichern von Anna, Anne und Julia. Frau Blabloblü und Frau Schwassel überholten sie

send. „Na, eben doch kein Verlass auf Annes Blödsinn, was?“ Frau Schwassel ergänzte: „Und weil das eh Schrott ist, helfe ich gleich mal nach!“ Sie schubste Antonia kräftig, sodass sie gen Boden sauste. Dem Tode ins Auge blickend schrie sie ein vielleicht letztes Mal: „ANNE!“, dann sah sie, wie ihre Freundin sich auf sie stürzte und das fiese Lachen der Feinde, dann wurde alles schwarz, sie hörte nur den Wind um ihre Ohren sausen, bis es aufhörte.
Vorsichtig öffnete sie die Augen. „Bin ich tot?“ Antonia erkannte die Kontur von Anne, die den Kopf schüttelte. „Ich habe dich aufgefangen. Wie ist das passiert?“ Antonia richtete sich auf und erzählte ihr die Geschichte und einen Verdacht: „Ich glaube, Frau Krummstock hat daran gearbeitet und irgendwas angestellt.“ Julia schüttelte den Kopf. „Anne, du hast doch erzählt, dass sie in der Hölle ist! Ich denke, nur Sklaven und Diener machen so Sachen!“ – „Ach

, ich habe

ganz vergessen, euch zu erzählen, dass sie Sklavin in meinem Reich ist!“ – „WIESO DAS DENN?“, rief Anna empört. Anne antwortete: „Man muss zweimal foltern oder dreimal töten oder von jedem eines, um in die Hölle zu kommen. Und das hat sie doch nicht ganz erfüllt, oder?“ – „Was heißt nicht GANZ? Sie hat doch nicht getötet und auch nicht gefoltert!“ – „Doch, sie hat. Dass sie ihre Familie umgebracht hat, ist Erbe, und das kann man nicht bestrafen. Aber sie hat in Ägypten den Folterjob bekommen. Sie ist aber nur zu dir, Julia, gekommen, zu uns anderen nicht. Und das haben sie übersehen.“ – „Echt? Sie war hinter der Maske?“ Anne nickte. Julia warnte: „Die Feinde kommen.“ – „Ah, dann können wir

endlich mal anfangen, unsere Gleiter auszubreiten!“, schlug Antonia vor.